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Historie

Historischer Anlass für die Maximilian Ritterspiele ist der „Horber Vertrag“, der am 10. Juni des Jahres 1498 geschlossen wurde. In Anwesenheit des damaligen Königs und späteren Kaisers Maximilian regelte er die weitere Herrschaft über Württemberg. Er vermittelte zwischen Herzog Eberhardt dem Jüngeren zu Württemberg und dessen erst elfjährigem Vetter Graf Ulrich sowie den Landständen. Durch diesen Vertrag wurde Eberhardt der Jüngere, der erst 1496 die Herrschaft über Württemberg durch Erbfolge übernommen hatte, wegen seiner Unfähigkeit ("Leibesblödheit") abgesetzt.

Der Vertrag war nötig geworden, da das Land auseinander zu brechen drohte. Dies musste aus Sicht der Landstände, aber auch des Königs Maximilian, abgewendet werden, da Württemberg zu Zeiten Eberhardts des Älteren, (auch der Bärtige genannt) schon ein "Musterländle" war. Der „Horber Vertrag“ besiegelte den historischen Beginn des Demokratisierungsprozesses in Süddeutschland, da sich hier erstmals die Landstände gegen die Herrschaft durchsetzten und eine Marionetten-Figur, den elfjährigen Ulrich, durchsetzten. Die Landstände erlangten somit einen größeren Einfluss auf politische Entscheidungen.

Der Zufall wollte es, dass dieser historisch bedeutende Schritt in Horb vollzogen wurde: König Maximilian befand sich gerade auf der Durchreise durch Württemberg zum Reichstag nach Freiburg. Bad Urach, Reutlingen, Rottenburg und auch Horb lagen auf seinem Weg. Horb war zu jener Zeit unter der Herrschaft der Hohenberger eine repräsentative, am Neckar gelegene Stadt und deshalb eine der Stationen des Gefolges von König Maximilian.

Diesem historischen Anlass zu Ehren werden seit 1997 die Maximilian Ritterspiele Horb veranstaltet: Maximilian war ein großer Anhänger von Ritterturnieren in seinem Reich. Der Abschluss des Vertrages wird in Horb am Neckar auf dem Marktplatz durch eine Laiengruppe nachgestellt. Im Anschluss an diese Vorstellung führt ein mittelalterlicher Umzug mit dem Kaiser und den Herzögen durch Horb zum Turnierplatz am Neckarufer, wo Kaiser Maximilian das Turnier abnimmt.

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