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Maximilian Ritterspiele Horb am Neckar

Wie alles begann…


Der Horber Vertrag ist unzweifelhaft von historischer Bedeutung. Im Jahr 1498 schwelte in Württemberg ein kräftezehrender Erbfolgestreit zwischen Herzog Eberhardt dem Jüngeren und dessen erst elfjährigem Vetter Graf Ulrich sowie den Landständen. Auf seiner Durchreise durch Horb wurde König Maximilian I. die Streitsache vorgetragen - er entschied zugunsten Graf Ulrichs. Herzog Eberhardt akzeptierte seine Absetzung und Landesverweisung durch den König zunächst gegen eine jährliche Rente von 6000 Gulden. Lange tröstete ihn das Geld allerdings nicht über die Schmach hinweg: Herzog Eberhardt versuchte noch bis zu seinem Tod erfolglos das Urteil König Maximilians, das dieser im Horber Vertrag besiegelt hatte, anzufechten.

Der Horber Vertrag schlichtete nicht nur einen Familienstreit, sondern ebnete auch der Demokratisierung in Süddeutschland den Weg. Erstmals setzten sich die Landstände gegen die Herrschaft durch und erlangten somit stärkeren Einfluss auf politische Entscheidungen im Land.

Es war eine Laune des Zufalls, dass sich dieser historisch bedeutende Schritt in Horb vollzog. König Maximilian, der sieben Jahre später übrigens Kaiser des Heiligen Römischen Reichs wurde, befand sich gerade auf der Durchreise durch Württemberg zum Reichstag nach Freiburg. Bad Urach, Reutlingen, Rottenburg und auch Horb lagen auf seinem Weg. Horb war zu jener Zeit unter der Herrschaft der Hohenberger eine repräsentative, am Neckar gelegene Stadt und deshalb eine der Stationen des königlichen Gefolges.

Maximilian selbst war sein Leben lang ein glänzender Reiter und glühender Anhänger von Ritterturnieren. Was lag da für die Stadt Horb näher, als zum 500sten Jubiläum der Vertragsunterzeichnung selbst ein mittelalterliches Turnier zu veranstalten? Und so war 1997 die Geburtsstunde der Maximilian Ritterspiele Horb - zu Ehren König Maximilians und seiner folgenreichen Reise nach Horb am Neckar.

Wachssigel